Trick von Vodafone mit den Stadtstaaten zu LTE

Nachdem die Deutsche Telekom die Stadt Köln als ihre erste LTE City bekannt gegeben hat, reagierte das Vodafone-LTE Unternehmen direkt und gab ebenso bekannt, dass die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen als erste Großstädte von Vodafone-LTE ausgebaut sein werden. Nun geht der Großteil der Mobilfunk Unternehmen davon aus, dass Vodafone-LTE hier mit den 2,6 Giga Herz Frequenzbereich Agieren will. Weil dieser Frequenzbereich nicht der Vorgegebenen Ausbauverpflichtung für den ländlichen Raum nachsteht. Genauso gut könnte es aber möglich sein, dass Vodafone-LTE die 800 Mega Herz Frequenzen nutzen wird. Warum? Weil die Verpflichtung vom Ausbau nach den Bundesländern gemessen wird und nicht nach dem Bundesgebieten! Im Klartext bedeutet das, dass in einem Bundesland in dem neunzig Prozent der sogenannten weißen Flecken erschlossen wurden kann ein LTE-Anbieter Long Term Evolution im 800 Mega Herz Frequenzbereich in den Großstädten vermarkten. Die BNA Frequenzzuteilung besagt unter Absatz 2.5: "Der Frequenzzuteilungsinhaber ist verpflichtet, bei der Frequenznutzung im Bereich 800 MHz in allen Bundesländern einen Versorgungsgrad von mindestens 90 % der Bevölkerung der von den einzelnen Bundesländern benannten Städte und Gemeinden (vgl. anliegende Listen, Anlage 3) ab dem 01.01.2016 zu erreichen. Der Versorgungsgrad bezieht sich auf die gesamte Bevölkerung aller benannten Städte und Gemeinden je Bundesland." Da es in den deutschen Stadtstaaten keine besonderen Prioritätsregionen gibt, muss auch nicht auf die Freigabe vom Long Term Evolution Netz gewartet werden. Dadurch könnten die drei einzigen LTE Frequenzinhaber jetzt schon Dividende Versorgen. Für Vodafone-LTE ist das sicherlich sehr viel interessanter als für die Deutsche Telekom. Die 2,6 Giga Herz Frequenzen könnten aber ein Problem bei der häuslichen also der Indoorversorgung werden. Die Deutsche Telekom kann aber dadurch auf den 1,8 Giga Herz Frequenzbereich zurückgreifen und Vodafone-LTE nicht. Deswegen hat Vodafone-LTE auch ein verstärktes Interesse an den 800 Mega Herz Frequenzen, die auch in den städtischen Bereichen nutzbar sind. Was für weitere Konsequenzen könnten sich noch daraus herleiten lassen? Natürlich haben alle Long Term Evolution Mobilfunk und Netzbetreiber ein weit aus größeres Interesse die restlichen Bundesländer schnell weiter und oder endlich auszubauen, in denen es viele Ballungsgebiete also Großstädte gibt. Trotzdem dürfte Nord Rhein Westfalen weitaus interessanter für die LTE-Netzbetreiber sein als zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern.